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IST ES EITELKEIT ODER LOYALITÄT GEGENÜBER DEN MÄCHTIGEN, FRAU GLAWISCHNIG ?

Die „Kleine Zeitung“ berichtete ausführlich über die Grundlagen und Usancen von Ordens- und Ehrenzeichenverleihungen in Österreich, insbesondere über jene innerhalb der politischen Elite unseres Landes. Anlassgebend war die Verleihung von solchen Ehrenzeichen an fünf Regierungsmitglieder (die sie anscheinend selbst mitbeschlossen hatten) in der vergangenen Woche.

Ans Licht kam auch, dass neben anderen Mitgliedern des Nationalrates auch die Bundessprecherin der Grünen Eva Glawischnig (im Juli 2009) das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Östereich verliehen bekommen und auch angenommen hatte.

Orden und Ehrenzeichen sind – laut Wikipedia – Auszeichnungen in Form tragbarer Abzeichen, die von staatlichen oder staatlich autorisierten Stellen, als Belohnung für geleistete Dienste oder vorbildliches Verhalten verliehen werden, oder um sich der Loyalität der ausgezeichneten Personen zu sichern. Orden und Ehrenzeichen stehen unter dem Schutz des Staates, als Staats- symbole besitzen sie politischen Charakter, sie dienen der Selbstdarstellung des Staates, und transportieren dessen Werte.

Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren in BürgerInnen- initiativen und in Organisationen der Zivilgesellschaft – meist unentgeltlich bzw. unter Aufwendung eigener finanzieller Mittel - betätigen und dabei durchgehend die Erfahrung machen mussten, dass ihr Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte sowie für Umweltschutz von Organen und RepräsentantInnen der Republik Österreich nicht nur behindert und schikanös vereitelt wird, sondern auch zu einer Beeinträchtigung der Grundlagen ihrer Existenz durch wirtschaftlichen Druck bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung führen kann, müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass die statuarische Leitfigur der Grünen Eva Glawischnig keine Hemmungen hat, für „Verdienste“ um diesen Staat eine Auszeichnung von diesem anzunehmen.

Es zeigt sich somit wieder einmal, dass in der Politik – auch bei den Grünen - Reden und Handeln zweierlei sind. Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit, vor
allem bei jenen Menschen, die sich ohne Rücksicht auf persönliche Einschränkungen und Nachteile für eine grundlegende Änderung der gesellschaftlichen Strukturen im Sinne einer solidarischen und ökologischen Entwicklung einsetzen und bisher bereit waren, an der Wahlurne den Grünen ihre Stimme zu geben, haben nun begründeten Anlass, ihr künftiges Wahlverhalten zu überdenken.

PS.: Erhellend ist, dass sich den funkelnden Glanz des vergoldeten Blechs der Republik Österreich die Frontfrau der Grünen etwa mit Peter Westenthaler teilen darf, beunruhigend, dass 97,4 % der Delegierten der Grünen ihr beim letzten Bundeskongress das Vertrauen ausgesprochen haben.....

ANMERKUNG:  Von Eva Glawischnig kam folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Raunikar,
danke für Ihr Mail an Frau Glawischnig. Frau Glawischnig hat im Jahr 2009 das Große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik weder verliehen bekommen noch angenommen. Insofern ist Ihre Information falsch.
mit freundlichen Grüßen
Irina Hantschl

NOCHMALIGE RECHERCHE ERGAB:

Weiters verlieh der Bundespräsident der grünen Klubobfrau Eva Glawischnig-Piesczek das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich.

(Aussendung des Pressedienstes des Parlamentes vom 10.7.2009)