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Der Flaneuer hat keine Aufgabe. Er flaniert, er beobachtet, er reflektiert – oder auch nicht. Seine Sinne flanieren mit ihm, manchmal intensiv, manchmal oberflächlich – manchmal gar nicht.

Den Sinnen helfen Erinnerungen, festgehalten im Kopf, auf Papier oder als Bilder. Seine Kenntnis der Schrift und der Fotografie läßt auch andere lesen und schauen.

Der Flaneur hat Zeit, aber kein Ziel. Seinen Weg zeichnen die Schritte augenblicklicher Eingebungen und Wahrnehmungen.

Er führt kein Tagebuch, denn er verabscheut die eiskalte Präzision der Chronologie und die erschöpfende Unbarmherzigkeit phantasieloser Perfektion.

In die Stadt geboren und dort groß geworden, streunt er mittlerweile auch durch das Land. Die Sinne nach außen gerichtet, aber dennoch stets mit seinem Blick nach innen: diese Umstände bestimmen seine Welt.

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