Seite auswählen

BürgermeisterInnen zwischen Großwilfersdorf und Heiligenkreuz ereiferten sich unter dem Motto „ES REICHT: PRO S7“ für eine von der Impulsregion Fürstenfeld veranstaltete Demonstration Anfang September 2017 auf der Bundesstraße zwischen Fürstenfeld und Königsdorf.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des 188 Seiten langen „Freitagabenderkenntnisses“ des Bundesverwaltungs- gerichtes (dessen Inhalt den BürgermeisterInnen der Region wahrlich nicht zur Ehre gereicht, wovon gesondert zu sprechen sein wird) am Samstag 26.08.2017 wurde die angekündigte Demonstration der S7-Befürworter unter ausdrücklichen Hinweis auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes noch am selben Tag abgesagt.

Mit der Demonstration „ES REICHT: PRO S7“, die in einer flächendeckenden, an die Haushalte gerichteten Aussendung vom Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Bernhard Hircy (Jennersdorf), der Bürgermeisterin Andrea Reichl (Deutsch Kaltenbrunn), und den Bürgermeistern Werner Gutzwar (Fürstenfeld), Eduard Zach (Heiligenkreuz), Manuel Weber (Rudersdorf) sowie Regierungsrat Johann Urschler (Großwilfersdorf) beworben wurde, sollte somit lediglich politischer Druck auf das – unabhängige – Bundesverwaltungsgericht ausgeübt werden.

Dies ist ein rechtsstaatlich äußerst bedenklicher Vorgang der genannten parteipolitischen Akteure, dem das Bundesverwaltungsgericht allerdings mit seiner „Freitagsabendentscheidung“ – möglicherweise unbeabsichtigt – das Unterfutter geliefert und somit seine Unabhängigkeit für viele Bürgerinnen und Bürger in der Region nachhaltig in Frage gestellt hat.

Wäre es wirklich um die „Sache“, nämlich um die öffentliche Darstellung der Argumente FÜR die geplante Fürstenfelder Schnellstraße S7 gegangen, hätten Hirczy, Gutzwar & Co keinen Grund gehabt, die angekündigte Demonstration abzusagen.

Sie zogen es allerdings angesichts der massiv erhöhten S7-CO2-Emissionen mit den Folgeschäden durch den Klimawandel, der Versiegelung fruchtbarer Ackerböden in der Region und der gesundheitsschädlichen Einflüsse auf Luft und Wasser vor, ihre längst überholte Vorstellung einer zukunftsträchtigen Mobilität in der Region zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz der – ohnehin immer geringer werdenden Schar – ewiggestriger „Gasfußintellektueller“ NICHT zu präsentieren.

 

Share This