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Die Unfallstatistik des Bundesministeriums für Inneres für das Jahr 2017 weist es wieder einmal aus: streckenbezogen sind die Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich ein qualifiziert gefährlicher Verkehrsträger, sogar sieben Mal lebensgefährlicher als das übrige Straßennetz. Die Asfinag betreibt - gegen Entgelt - etwa 1,8 % des gesamten österreichischen Straßennetzes, auf dem allerdings im Jahr 2017 13,5 % der Verkehrstoten (bei einem Anstieg von 21,7 % gegenüber dem Jahr 2016) zu verzeichnen waren.

Aus dem Entgelt, das von - unter anderem - Getöteten für die Benützung der Autobahnen und Schnellstraßen entrichtet worden ist, wurden in den letzten Jahren Gewinnausschüttungen an den Eigentümer, die Republik Österreich, in Millionenhöhe bezahlt.

Mit der geplanten S7 soll ein - nur nach Bezahlung einer Maut benützbarer - Verkehrsträger mit statistisch nachweisbarem erhöhten Tötungsrisiko im "Thermenland" zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz „installiert“ werden. Damit offenbart die Politik - von den Gemeinden bis zum Bund - einmal mehr die hinterfragungswürdigen Kriterien ihrer Handlungsweise: Geld ist wichtiger als der Schutz des menschlichen Lebens.