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Die Botschaft „Für Solidarität: das ist Grün“ umschmeichelt wahlkampfplakatiert die Bürgerinnen und Bürger. Wem diese Solidarität gilt, wird allerdings von der Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek nicht gesagt. Wohl kaum mit jenen, die seit über einem Jahrzehnt versuchen, die geplante Fürstenfelder Schnellstraße S7 zu verhindern.

Weder auf Bezirks-, Landes- (=Steiermark & Burgenland) sowie Bundesebene gibt es in den letzten Jahren effektive Unterstützung der Grünen für den Widerstand gegen dieses Vorhaben, das die Region zwischen Riegersdorf an der Südautobahn und Heiligenkreuz an der Staatsgrenze zu Ungarn in einen umfassend umweltschädigenden Transitkorridor verwandeln und darüber hinaus für eine Versteinerung des in vielerlei Hinsicht bedenklichen Verkehrssystems „Individualverkehr“ samt negativen Nebenwirkungen in der Region sorgen würde.

Die geplante S7 soll den Bezirk Jennersdorf auf einer Länge von etwa 20 Kilometer durchschneiden: dies ist kein Anlass für die Bezirkssprecherin der Grünen Christiane Brunner (auch Umweltsprecherin der Grünen auf Bundesebene) Aktivitäten abseits des üblich-langweilenden (und von anderen wahlwerbenden Parteien ebenso beherrschten) PolitikerInnensprechs gegen dieses hochrangige Straßenprojekt zu setzen.

Klimaschutz, Schadstoffbelastung der Luft und des Wassers, Bodenverbrauch gekoppelt mit Bodenversiegelung, zusätzliche Lärmbelastung und Gefährdung der regionalen Wirtschaft sind für die Grünen offensichtlich keine Argumente mehr, um Bürgerinnen und Bürgern in ihrer Besorgnis um eine lebensbejahende Umwelt im Feistritz- und Lafnitztal solidarisch beizustehen.

„Für Solidarität: das ist Grün“ entlarvt sich somit als billiger Verheißungsschrott einer ehemaligen Umweltschutzpartei. „Im Stich lassen: das ist Grün“ verkündet unzweideutig die gelebte Realität dieser Partei.

 

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