Die angeblichen Fakten brauchen nicht wiederholt zu werden, seit über einem Jahr strömen die Informationen zur „Wirtschaftskrise“ aus den Medien; Wissenschaf- terInnen, JournalistInnen, PolitikerInnen und die BürgerInnen analysieren, bewerten und erteilen Ratschläge. Die Glaubensinhalte der Eliten haben scheinbar Schiffbruch erlitten, die Nichteliten hatten weder das Vermögen noch die (geistigen) Möglichkeit diesen Glaubensinhalten zu entfliehen; „Funktionieren“ im Sinne der Eliten war ihre Aufgabe, die sie glänzend gelöst haben. Produzieren und konsumieren, jedes Jahr mehr produzieren und mehr konsumieren. Solange, bis der Markt an den Unzuläng-lichkeiten seiner TeilnehmerInnen scheiterte: Deren Gier, immer mehr zu produzieren und zu konsumieren, immer mehr besitzen und „haben“ zu wollen, und dies nicht durch eigene Arbeit zu erlangen, sondern das „Geld“ arbeiten zu lassen, hat das Versagen des Marktes herbeigeführt.
Jedenfalls waren damit jene, die diesen Markt erdacht, betrieben und von ihm auch wirklich profitiert hatten, den Verdacht los, in die Katastrophe selbst verstrickt zu sein. Die gerechte Strafe hingegen traf und trifft die „Gierigen“: Verlust des Arbeitsplatzes, geringeres Einkommen durch Kurzarbeit, und die, die noch Arbeit haben, dürfen einen Teil ihrer Einkünfte zur Rettung dieses Marktes opfern.
Die Krise braucht ihren Markt, die Krise braucht ihre Wirtschaft, die Krisenwirtschaft braucht ihre gierigen Gläubigen !

