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Das Bezirksgericht Jennersdorf wird ab 1.1.2018 nicht mehr existieren. Nachdem die Burgenländische Landesregierung am 24.1.2017 ihre hiefür notwendige Zustimmung erteilt hat, beschloss der Ministerrat am 14.2.2017 die Schließung dieser für eine ländliche Region wichtigen infrastrukturellen Einrichtung. 97 Jahre sind genug, dachte sich wohl die rot-schwarze Bundesregierung und beraubte mit Zustimmung der rot-blauen Landesregierung die Menschen im Bezirk Jennersdorf einer bisher in ihrem Lebensraum verankerten Einrichtung der sozialen Hygiene.

Dieser Kahlschlag einer weiteren, für das Leben in einer ohnehin strukturschwachen Region notwendigen Einrichtung, stellt die „Repräsentanten“ dieses Bezirkes, die Landtagsabgeordneten Ewald Schnecker (SPÖ) und Bernhard Hircy (ÖVP) als unmaßgebliche Hampelmänner am Gängelband ihrer Parteichefs bloß. Evident ist somit, dass sie nicht mehr die Anliegen der Bevölkerung des Bezirkes Jennersdorf vertreten, sondern sich als dienliche Werkzeuge „höherer Interessen“ erweisen, denen nicht die Erhaltung staatlicher Organisation, sondern bloß die gnadenlose Ausbeutung vorhandener Ressourcen zugeordnet sind.

Das ständige Eintreten dieser beiden Parteipolitiker für die geplante Fürstenfelder Schnellstraße S7 folgt dem gleichen Schema ihrer jetzt wieder einmal dokumentierten Bedeutungslosigkeit. Diese Bedeutungslosigkeit gestattet ihnen zu verkennen, dass sie selbst nicht mehr Teil einer Lösung für die Probleme der Region, sondern längst zum Teil des Problems geworden sind.

 

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